In Österreich kamen viele Bands auf die Bühnen – und verschwanden auch genauso schnell wieder. Was jedoch blieb, sind bestimmte Lieder, sogenannte One-Hit-Wonders, die sich bis heute ins Gedächtnis vieler Österreicher geschlichen haben. Diese Hits waren gar nicht einmal schlecht und haben sich bis heute in den Sprachgebrauch der Erwachsenen und sogar der Kinder eingeprägt.

An den Hit „Der Gummizwerg“ von Heinrich Welcher aus dem Jahr 1972 kann sich kaum jemand der jüngeren Generation noch erinnern. Es handelte sich um eine damals eher skandalöse Drogennummer, die die damalige Rauschgiftproblematik in Österreich thematisierte. Heinrich Welcher sang von einem Gummi-Gummibären, der auf einem Gummi-Gummiberg sitzt und irgendwann gummi-gummitot war. Vor allem aus heutiger Sicht unverständlich, dass dieses Lied damals im Radion auf und ab gespielt und von jedem Kind sogar auswendig mitgesungen wurde. 2008 wurde eine Technoversion vom Gummizwerg veröffentlicht. Heinrich Welcher steht auch heute noch oft auf der Bühne.

Einen weiteres One-Hit-Wonder liefert die Band Misthaufen mit dem Hit „Schabernack“. 1974 eroberte sie damit die österreichischen Charts und lehnte sich mit diesem Hit eher dem Genre des in Österreich beliebten Wienerliedes an. Mit einem leicht kritischen politischen Anspruch gehörte es aber noch zu den anspruchsvolleren Songs der hier noch weiter angeführten Lieder.

„Der Durscht bringt mi um“ von Ulli Bär war im Jahr 1981 achtzehn Wochen lang in der österreichischen Hitparade. Ulli Bär war damals einer der angesagtesten Studiogitarristen Österreichs. Mit seinem Lied sang er damals vielen Österreichern praktisch aus der Seele. Mit der Textzeile „I’m crying for my Bier“ heizte er die Besucher vor allem auf Freiluftkonzerten an. Auch heute steht er noch auf der Bühne, obwohl er leider keinen Nachfolgehit mehr lieferte. Er sagte damals schon, dass er am liebsten auf der Bühne sterben würde.

Und noch viele weitere Eintagsfliegen gab es in der Geschichte der österreichischen Popkultur. Mehr dazu im nächsten Artikel.