In Österreich gibt es viele Sänger und Bands, die nur einen einzigen Hit hatten. Oft weiß man nicht mehr ihre Namen, aber das Lied ist jedem noch in Erinnerung.

Wer kann sich noch an den ehemaligen Box-Europameister Hans Orsolics und seinen Song „Mei potschertes Leben“ erinnern? Orsolics war 1976 Europameister im Boxen. Seine Karierre beendete er mit einer schweren Niederlage. Bald hatten sich einige Hunderttausend Schilling an Schulden angehäuft. Er war Inhaber eines kleinen Gasthauses in Wien, in dem er selber sein bester Gast war. Mit signifikantem Schnauzbart, schiefer Nase und traurigen Augen kannte man ihn damals aus den Charts. Noch heute arbeitet er beim ORF in der Druckerei, einen Nachfolgehit hatte er keinen.

Auch Hans Krankl startete als Popstar seine zweite Karierre. Im Jahr 1978 schoß Krankl in Argentinien das entscheidende Tor in Cordoba zum 3:2 Sieg gegen Deutschland. „I wer’ närrisch“ schrie damals der Sportkommentator. Auch diese Worte gingen in die österreichische Geschichte ein.

Bereits im Jahr 1974 nahm Krankl, mit Künstlername Johann K., ein Lied auf, das den Titel „Ohne Ball und ohne Netz, gibts kan Sonntag und ka hetz“ trug. Irgendwie schaffte es dieses Lied aber nicht so ganz, sich in die Erinnerungen der Österreicher festzusetzen und war auch damals kein aufregender Erfolg. Mit „Rostige Flügel“ sah es dann schon wieder besser aus. Oder mit „Lonely Boy“, einer Coverversionen von Paul Anka. 35.000 Stück wurden davon verkauft. „Aspirin“, eine Coverversion des Hits „Cocain“, wurde auch immer wieder gerne life von Johann K. interpretiert.

„Lonely“ von Darhdiwaberl und Lukas Resetarits eroberten 1983 die österreichischen Charts und wurde sogar Nummer eins. Lukas Resetarits war damals als cooler Kommissar Kottan aus der Serie “Kottan ermittelt” auf den Fernsehbildschirmen aller heimischer Haushalte präsent. Auch die Auftritte der beiden in der Öffentlichkeit waren skurril und trugen zum Erfolg der Band bei. So sah man Stefan Weber beispielsweise bei der Hitparade mit Udo Huber mit einem Klobesen, mit dem er sich ständig sein langes, schwarzes Haar frisierte.