Der Nino aus Wien verzaubert die Fans mit Wienerlieder

Den Nino aus Wien muss man einfach lieb haben. Mit seinen traurigen Augen, seinem Dackelblick und seinen tollpatschig wirkenden Worten hat er sich vor allem in die Herzen der weiblichen Fans geschlichen. Schön langsam, denn der erste Eindruck des schüchternen Musikers ist eher nicht so gut. Sein volles Potential lässt Nino Mandl, wie er mit bürgerlichen Namen heißt, eigentlich erst auf der Bühne aus dem Sack, wenn er mit seiner geliebten Gitarre seine Hits zum besten gibt.

1987 in Wien geboren war für ihn bald klar, dass er Musiker werden möchte. Einer seiner ersten Hits war “Holiday”, bald folgte “Du Oasch”. Seine Lieder sind aber nie ordinär oder vulgär, nein, seine Lieder sind gespickt mit tiefgründigem Humor und sanfter Melancholie und erinnert eher an das Genre des Wienerliedes. 2009 und 2010 veröffentlichte Nino auch Lieder unter dem Pseudonym “The Euphoric Flenson”, mit denen er eher traurige Lieder veröffentlichte. Songs wie “Weil ich kein Star bin” wurden in dieser Zeit veröffentlicht.

Oft tritt der Nino aus Wien auch gemeinsam mit Ernst Molden auf. Molden ist der Sohn des ehemaligen Zeitungsverlegers Fritz Molden und der Enkel von Paula von Preradovic, welche die Autorin der österreichischen Bundeshymne ist.

Molden veröffentlichte im März 2015 mit dem Nino aus Wien gemeinsam das Album “Unser Österreich” und die beiden treten auch heute noch oft gemeinsam auf. Auch Molden lehnt sich eher an der Tradition des Wienderliedes an. Auftritte bei Wiener Heurigen oder Freiluftbühnen stehen an der Tagesordnung, was besonders dem “gemütlichen Österreicher” gefällt. Bei einem Gläschen Wein hört man gerne Lieder, bei denen es um andere Wiener geht, oder um den Wein, oder natürlich um die Frauen.

Zurück zum Nino aus Wien: 2009 nahm er mit dem Lied “Spinat Song” beim österreichischen Protestsongcontest teil. Bereits einige Male war er für den Amadeus Award nominiert, den er im 2016 auch endgültig in der Kategorie “Alternative Pop/Rock” bekam.

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