Der Rapper Yung Hurn erobert auch die deutschen Teenieherzen

Die österreichische Musikszene ist oft eine ziemlich schräge Szene. Viele Jungstars schaffen den Sprung in die Internationalität oft über das Internet. Ein Beispiel dafür ist der Wiener Rapper mit dem Namen Yung Hurn, der mit Hits wie “Nein” oder “Ok cool” die Herzen vor allem der jungen Fans in Österreich erobert.

Yung Hurn, der mit bürgerlichem Namen Julian Sellmeister heißt, ist ein österreichischer Hip-Hopper aus Wien Donaustadt. Sein Durchbruch gelang ihm vor drei Jahren mit dem Lied „Nein“. Sein neues Album heißt „1220“ und dauerrt nur eine halbe Stunde. 1220 ist die Postleitzahl seines Wiener Heimatbezirkes . Sein neuer Hit heißt „OK cool“ und auch damit wird er von den Kids verehrt wie ein Superstar. Im Text selber geht es um Kids, die sich Kokain “reinziehen”, während Mama auf dem Handy anruft. Und auch der junge Rapper, der sein Alter vor der Öffentlichkeit nicht preisgibt, wirkt, als hätte er selber gerade eine Line geschnupft. Interviews mit ihm gibt es kaum. Vielleicht auch ein Grund, dass ihn die breite Masse in Österreich erst gar nicht kennt. Eines der wenigen Interviews gab er heuer am Openair Frauenfeld, wo er oft ziemlich abwesend wirkte, wirre Antworten gab oder den Interviewer mit Gegenfragen fast in den Wahnsinn trieb. Womöglich ist aber gerade dies der Grund, warum der hübsche Junge aus Wien vor allem bei den pubertierenden Teenagern gut ankommt, die selbst ihren Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden haben und noch nicht wissen, wer genau sie selbst sind.

Yung Hurn tritt auch manchmal unter dem Namen K. Ronaldo auf, der quasi seinen fiktiven älteren Bruder darstellen soll. Das K bedeutet entweder Kristallo oder Kristus.

Wie oder wohin sich der Jungrapper in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird, das steht in den Sternen. Und auch, ob die heute 13- bis 16jährigen Fans ihm dann noch weiter die Treue halten werden.

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