Österreich hat mit seiner coolen Musikszene so einiges zu bieten. Vor allem ab den siebziger Jahren etablierte sich eine bunte, oft skurrile, aber auch kritische Musikszene in der kleinen Alpenrepublik. Leider lieferten viele Bands und Sänger aber auch nur einen einzigen Hit ab. Diese Lieder sind jedoch auch heute noch jedem Österreicher im Gedächtnis.

Wie beispielsweise das Lied „Motorboot“ von der Gruppe KGB. KGB war die Abkürzung für die Kurt Gober Band, bestehend aus Kurt Geber und Andy Fabianek. Das a capella Lied „Motorboot“ war eine Persiflage über die Steirer – ein Ausspielen zwischen Ost- und Weststeirern. Je nach Aussprache wird der Buchstabe O im Wort Motorboot anders betont. Heute erinnert sich kaum noch jemand an die Band, aber das Lied kennt jedes Kind.

1986 eroberte die Band Contact mit dem Hit „Schwarze Madonna“ die österreichischen Charts und hielt sich sogar 14 Wochen lang in den Top 10. Contact war ein Duo, bestehend aus Konrad „Koni“ Kleemayr und Hannes Moral. Vor allem Koni ist vielleicht noch einigen in Erinnerung, der im Video damals mit einem peinlichen weißen Feinrippunterhemd auftrat. Leider folgte kein weiterer Hit und das Duo löste sich 1989 wieder auf.

1991 landete der Hit „How to Dance“ von den Bingoboys sogar die US Dance Charts. Die Bingoboys starteten ihre Karriere in der Wiener In Disco U4. Das Lied war ein Remix von geklauten Songs und wurde damals auch von den Anwälten eingeklagt.

Das Lied „Hexen“ der Band Ecco landete im Jahr 1987 drei Wochen auf Platz 1. Bei Ecco handelte es sich um ein steirisches Synthipopduo, bestehend aus Ronnie Herbolzheimer und Klaus Kofler. Den Text dazu lieferte ein weiterer berühmter Austropopstar, nämlich Wilfried. „Hexen“ war das meistverkaufte Lied in Österreich im Jahr 1987. Leider folgte auch hier kein weiterer Hit nach. Nur Wilfried hatte mit anderen Lieder noch weitere Erfolge. Aber dazu später mehr.