Österreich ist zwar ein kleines Land, aber vor allem in den achtziger Jahren tat sich auf dem Sektor des Austropops sehr viel. Zahlreiche Hits eroberten teilweise auch die internationalen Charts. Leider versanken viele der Bands danach auch gleich wieder in der Versenkung. Der Hit „CODO“ von der Gruppe DÖF war im Jahr 1983 zehn Wochen lang in den Austrian Top Ten. Sogar in Dänemark war er lange hindurch unter den Top Ten. Auch in der Schweiz, in Holland und in Belgien war „CODO” ein Hit. DÖF – das stand für „Deutsch-Österreichisches Feingefühl“. Die Herren Tauchen und Prokopetz standen dahinter. Produziert wurde der Hit von den Humpe-Schwestern aus Deutschland. „Rein gar nix“ hieß die B-Seite der Single damals. Und man hörte außer einer Sprechstimme, die sagte, dass es hier nichts zu hören gab, rein gar nichts.

Mit dem Lied „Taxi“ lieferte DÖF dann doch noch einen Hit. Dies gelang Josie Prokopetz mit einem eigenen “Genuschel”, das dem berühmten österreichischen Schauspieler Hans Moser nachempfunden war. Kaum ein Kind in Österreich, das dieses Lied, oder zumindest den Refrain, nicht kennt. Und jeder, der auch heute noch irgendwo auf ein Taxi wartet, hat dieses Lied im Hinterkopf.

Mit „Bring me Edelweiss“ landete die gleichnamige Band Edelweiss 1988 einen Nummer-Eins-Hit. Auch in Deutschland und in der Schweiz hielt sich der Gassenhauer lange in den Charts. Hier wurden alle Österreich-Klischees zusammengefasst. Vor allem der Refrain „Freibier“ fand großen Anklang in der österreichischen Partyszene und auf Schihütten und wurde damit auch in Amerika erfolgreich. Vor allem das skurrile Video trug damals auch zu dem Erfolg des Liedes bei, bei dem vor allem ein Kleinwüchsiger in einem kariertem Hemd im Schnee herumhüpfte, genauso wie einige dralle hübsche Damen im traditionellen Dirndl. Das Lied war eigentlich ein Coversong von ABBAs „SOS“. Abba hätte für dieses Lied aber nie seine Zustimmung gegeben.