Marianne Mendt ist nach wie vor ein Superstar

Jeder in Österreich kennt Marianne Mendt, entweder als Interpretin des 1970 erschienenen Hits “Wie a Glockn” oder als Gitti Schimek aus dem Kaisermühlenblues. Kürzlich hat sie mit dem schrägen Wiener Original Voodoo Jürgens ein neues Projekt begonnen. Sie sangen gemeinsam das Lied “Gitti”. Am 21. Juni traten die beiden mit dem Lied in Wien beim Konzert “Best of Austria meets Classic” in der Wiener Stadthalle auf. Und das, obwohl die 73-jährige Marianne Mendt

zuerst gar nicht viel mit dem schrägen Voodoo anfangen konnte, vor allem weil sie es nicht guthieß, dass er seinen Künstlername an den großen Udo Jürgens anlehnte.

Der 34-jährige Tullner Voodoo Jürgens heißt eigentlich mit bürgerlichem Namen David Öllerer und gibt auf der Bühne Hits wie “Heite grob ma Tote aus” mit eigenartiger Vokuhila Frisur zum besten. Seinen Künstlernamen hat er sich bereits lange vor Udos Tod zugelegt.

Marianne Mendt startete ihre Karriere in den sechziger Jahren und wurde bald darauf von Gerhard Bronner entdeckt. Als Alleinerziehende einer Tochter musste sie sich immer wieder einen Platz in der österreichischen Musikgeschichte erkämpfen. Was ihr aber grandios gelang. Lange war sie überhaupt die einzige Frau in der österreichischen Popgeschichte, vor allem in den siebziger Jahren. Erst später tauchten dann andere prominente Frauen wie Stefanie Werger, Maria Bill oder Christine Stürmer auf.

Der Auftritt von Mendt und Jürgens in der Stadthalle war auf jeden Fall ein Riesenerfolg und die Massen tobten. Altersunterschied hin oder her – immerhin liegen zwischen den beiden fast vierzig Jahre – der Hit “Gitti” schlug ein wie eine Bombe. Ursprünglich sang Voodoo Jürgens das Lied mit der österreichischen Kabarettistin und Mundartsängerin Eva Billisich. In dem Lied warnt Voodoo seine Freundin Gitti vor einem augenscheinlichen Hallodri, einem Richard, der sie nur ausnützt und ihr auf der Tasche liegt.

2017 erhielt Voodoo Jürgens den begehrten Amadeus Award in der Kategorie “Alternative”.

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