Österreich und seine junge Musikszene

Hip Hop und Schlager, Rap und Volksmusik. Die Deutschen haben ihre Helene Fischer, Österreich hat seinen Andreas Gabalier, der heute schon weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Seine Konzerte sind immer restlos ausverkauft und vor allem weibliche Fans im Dirndl kommen, um zu schauen und um mitzugröllen vor allem bei seinem Hit “I sing a Liad fia di”.

1984 in Friesach in Kärnten geboren und in Graz aufgewachsen, begann er schon sehr früh, sich für Musik zu interessieren. Im Jahr 2009 erschien sein Debutalbum “Da komm’ i her”, das bereits nach einem Monat Gold für 10.000 verkaufte CDs erhielt. Insgesamt bekam er sogar fünf mal Platin dafür. Er studierte nach seiner HAK Matura Jura.

Einen kleinen Disput um Andreas Gablier gab es im Jahr 2014, weil sich Gablier weigerte, die Österreichische Bundeshymne in der neuen, gegänderten Version zu singen. Dafür erntete er einige Kritik in seinem Heimatland, weil Gablier an der ursprünglichen Version des Lieder festhielt. Diese Wellen schlugen aber nur kurz hoch, und in den letzten Jahren machte Gabalier wieder nur mit seinen Gute Laune Liedern Schlagzeilen.

Doch um einiges skandalträchtiger zeigt sich hier der schräge Hip Hoper Yung Hurn der mit Hits wie “Nein” oder “Ok cool” die Herzen vor allem der pubertierenden Teenager erobert. In Wien Donaustadt aufgewachsen spricht er vor allem junge Leute mit seinen Songs an. In seinem aktuellen Hit “Ok cool” rappt er über Kokain und wirkt dabei ganz so, als hätte er sich gerade selbst eine Line hineingezogen. Julian Sellmeister, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, gibt sein wahres Alter nicht bekannt, wird aber so um die 20 Jahre herum geschätzt, vielleicht auch ein wenig jünger. Schwer zu sagen, denn der Junge mit dem hübschen Gesicht gibt auch kaum Interviews. Und wenn er dann eines gibt, dann wirkt auch das eher wie eine Parodie auf die verrückte Musikindustrie.

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